Newsletter - Januar bis Februar 2013

Weltbank – Angola
Die Weltbank unterzeichnete mit der angolanischen Regierung einen finanziellen Vertrag im Wert von 12 Milliarden Kwanza für die Entwicklung von Projekten im Wasserbereich, Dieser Vertrag soll das "Water for All"-Programm fördernn.
Das oben erwähnte Programm umfasst nicht nur Investitionen in der Infrastruktur, sondern auch auf institutioneller Ebene; die Einrichtung von Unternehmen für die Verwaltung der Abwasserent- und Wasserversorgung wird als Weg für die Gewährleistung einer effizienten Verwaltung der vorhandenen Infrastrukturen angesehen.

Migrationspolitik
Die angolanische Regierung arbeitet an einem neuen Gesetz zu diesem Thema, um Maßnahmen gegen illegale Einwanderung und zur Bestrafung nationaler und ausländischer Bürger, die diese Tätigkeit fördern/unterstützen, zu verstärken.
Das Gesetbezieht sich vor allem auf "diejenigen, die die Land-oder Seegrenzen verletzen, sowie die, die mit einem gewöhnlichen Visa ins Land kommen, aber aufunregelmäßige Weise in den Arbeitsmarkt eintreten, indem sie zu illegalen Methoden zur Regelierung ihrer Migrationssituation greifen".

Erdöl
Der angolanische Vizepresident legte den Grundstein der Lobito Ölraffinerie um den formalen Beginn der Arbeiten zu kennzeichen.
Sonangol wird die erforderlichen Schritte zum Beginn der öffentlichen Ausschreibung vornehmen.
Das Projekt in der Nord-Süd-Achse des Landes ermöglicht die Ölversorgung aller angolanischen Provinze wie auch der Nachbarländer.
In Bezug auf die erste Produktionsphase, die noch keine feste Frist hat, wird die Raffination von 120 Barrel pro Tag vorgesehen, die auf 200 Barrel pro Tag in der zweiten  Phase gesteigert werden soll.
Die Umsetzung des Projektes beabsichtigt, die Einfuhr von Produkten, die mit Öl hergestellt werden, zu beenden und ihre Ausfuhr zu vergrössern, sowie eine geschätzte Kostenreduzierung von 16% und mehr Mehrwertsteuer für im Land produzierte Säure und schweres Rohöl.
Es gibt ein weiteres Projekt zum Bau eine Ölraffinerie in Soyo (Zaire), die eine geschätzte Produktionskapazität von 200 Barrel pro Tag hat.

Kohlenstoff
Im Rahmen der Nationalstrategie hinsichtlich der klimatischen Änderungen (welche bis 2020 eingeführt werden soll), wird Angola 24 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr produzieren, indem sechs Projekte (von den insgesamt 60) ausgeführt werden, die die Gasemissionen reduzieren werden.
Somit wird Angola der dritte Kohlenstoffhersteller mit Emissionsgutschriften, nach Nigeria und Südafrika.

Industrialisierung
Die verarbeitende Industrie ist im letzten Jahr im Durchschnitt 10% gewachsen was einen erheblichen Beitrag vom nationalen BIP darstellt.
Im Programm der Regierung für den Zeitraum von fünf Jahren zwischen 2013-2017 wurden konkrete / spezifische Ziele definiert zur Förderung / Entwicklung der verarbeitenden Industrie auf einer nachhaltigen Basis und somit zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
Nach 16 Jahren seit Beginn seiner Tätigkeit verzeichnete das angolanische Institut für gewerbliches Schutzrecht 36.401 Anerkennungsfälle. Diese Zahl ist niedriger als das, was anhand der Dynamik der wirtschaftlichen Aktivität des Landes und der Anzahl der Subjekte, die in dieser Wirtschaft arbeiten, zu erwarten war. 77,33% der Fälle gehören ausländischen Bürgern.
Eine Maismehlproduktionsanlage mit einer Kapazität von 3000 Tonnen pro Woche wird in Viana (Luanda) von einem chinesischen Unternehmen gebaut. Dieses Unternehmen ist bereit,  ähnliche Produktionsstätten in den Provinzen Huambo, Benguela, Kwanza-Süd, Malanje und Moxico zu bauen.
ANIP hat neue Investitionsverträge unterschrieben, und zwar für die Herstellung von Textilien, Metallen, Maschinen-und Weizenmehl; der Bau einer Unterwasserausrüstungsproduktionsstätte in Soyo, die erste Fabrik, die die Öl-und Gasindustrie in Afrika unterstützen wird, den Bau einer Fabrik für keramische Fliesen und Ziegeln in Porto Amboim und die Montage einer Getränkeabfülllinie .

Handel
Angola trat der Welthandersorganisation (WTO) mit der Resolution Nr. 4/96 vom 15. März bei. Das Nationalprogramm zur Handelserleichterung soll von den Wirtschafts- und Finanzministerien und der Zollbehörde angewandt werden, um die Maßnahmen, die mit der WTO verhandelt werden und die Validierung der vorgeschlagenen Maßnahmen für die Handelserleichterung zu erreichen.
Logistikzentren für die Lieferung und den Vertrieb werden derzeit auf nationaler Ebene eingerichtet, um die Viehzucht und landwirtschaftliche Produktion zu verstärken / verbessern im Rahmen des Restrukturierungsprogrammes für Logistikzentren, welches vom Wirtschaftsministerium ausgeführt wird.
Die Provinzen von Luanda, Malanje, Benguela, Huambo, Bié, Cunene und Lunda-Süd- haben bereits Logistikzentren.
Diese Initiative beabsichtigt die Erhaltung / Wartung von verderblichen Waren sowie auch den Absatz der nationalen Produktion zu gewährleisten, um Lebensmittelpreise auszugleichen.
In Luanda ist der Versorgungsmarkt (CLOD) derzeit mit spanischer Finanzierung im Bau.

Banken
Das angolanische Bankensystem hat im Jahr 2012 erneut ein deutliches Wachstum gezeigt. 1155 Niederlassungen wurden auf nationaler Ebene eröffnet, Bankeinlagen sind bis November letzten Jahres um 10% gestiegen und auch Bankeinlagen in Landeswährung sind gestiegen.
Die Nationalbank von Angola (NBA) beabsichtigt eine effektivere Währungspolitik, um die nationale Währung zu schützen. Zu diesem Zweck hat die Bank angekündigt, dass ab dem 1. Juli alle Zahlungen im Ölsektor im Binnenmarkt nur in Kwanzas erfolgen darf. Es ergibt sich aus den Vermögenswerten, die die Bank BIC erreicht hat, dass die Tätigkeit der Bank im vergangenen Jahr positiv war. In der Tat sind die Werte der gewährten Kredite an Kunden, Unternehmen wie auch Privatkunden, als auch an den Staat recht hoch.
Diese Bank besteht aus mehr als 20 Niederlassungen und hat somit jetzt 184 Filialen in Angola. Die Filialen dieser Bank in der Provinz Huambo sollen während des ersten Semesters von 6 auf 10 steigen und BIC soll weiterhin hinsichtlich der Anzahl der Filialen die zweitgrößte Bank in Angola werden.

Flughäfen
Der neue  Internationale Flughafen von Luanda wird seit Ende 2008 in der Nähe von Viana, 40 km von Angolas Hauptstadt gebaut. Das Projekt hat 1324 Hektar und soll zwei doppelte Landebahnen haben, mit Kapazitäten für das grösste Flugzeug, das es derzeit gibt – den Airbus A380. Der neue Flughafen hat 12 Ausfahrbühnen und moderne Aeronautikausrüstungen / - geräte, die 15 Millionen Passagiere pro Jahr bedienen können. Der erste Bauabschnitt wurde für 2012 geplant.

Seetransport
Die angolanische Regierung hat durch ein angolanisches öffentliches Unternehmen, Sécil Maritima, die Erneuerung des Seetransports gefördert und in diesem Bereich investiert.
Die Erneuerung dieses Sektors soll auch von anderen Personen-und Güterverkehrsunternehmen unterstüzt werden, welche Kabotagedienste leisten werden.
Es wird ausserdem in den angolanischen Häfen gebaut, um die Kapazität zu vergrössen und auf der operativen Ebene zu verbessen, namentlich durch die Erweiterung der Containerterminals Lobito, Namibe und Soyo, sowie die Verbesserung vom Verkehr und Anlegen von Schiffen in den Häfen von Cabinda und Luanda.
Angola unterzeichnete ein Abkommen mit Spanien im Bereich der Transporte, die eine Zusammenarbeit in den Bereichen der Handelsmarine, Häfen und Luftverkehr zwischen beiden Ländern vorsieht. Dies wird als ein großer Schritt in den Beziehungen zwischen Angola und Spanien betrachtet.
Die Zusammenarbeit zum Austausch von Wissen, Ausbildung, Personal und technologischer Erfahrung von Spanien wird auch durch das genannte Abkommen gefördert.

Mit Angola zusammenarbeiten
Der USA Finanzstaatssekretär hat die Förderung von technischer Unterstützung vom angolanischen Finanzsektor hinsichtlich von Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus in Luanda bekräftigt, sowie die Unterstützung des Finanzministeriums und der Nationalbank von Angola bei der Verwaltung der öffentlichen Schulden und der Reform der öffentlichen Finanzen bekräftigt.
Die Angola-USA Handelskammer hat mitgeteilt, dass US-Investoren daran interessiert sind, an der Entwicklung des Agrarsektors in Angola teilzunehmen, in dem Programme zur technologischen Entwicklung zur Steigerung der Produktion, insbesondere in einigen Bereichen, wie zum Beispiel Kaffee, Zuckerrohr und Geflügel, vorbereitet werden.
Die genannte Kammer beabsichtigt auch, Investitionen und Partnerschaften im Land und in der Malanje Provinz zu fördern, insbesondere in den Bereichen Bau, Landwirtschaft, Tourismus, Industrie und Fischerei.
Die nordamerikanische Restaurantkette KFC hat ein erstes Restaurant in der Nähe vom Luanda Flughafen eröffnet.