Newsletter - Mai 2012

Europäische Union - Angola
    
Die Europäische Union und Angola stehen kurz davor in Brüssel eine neue Vereinbarung mit dem Titel "Gemeinsame Wege Europäische Union - Angola" zu unterzeichnen. Der Präsident der Europäischen Kommission hat während seines 2-tägigen Besuches in Luanda bekannt gegeben, dass dieses neue Abkommen beabsichtigt, "einen permanenten Dialog und Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen zu beginnen, und zwar mit einem Finanz-Paket in Höhe von 250 Millionen Euro (2007- 2013)".
   
Basisinfrastrukturen
   
Eine Studie der Weltbank zeigt, dass Angola im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern in den nächsten zehn Jahren 20 Milliarden Dollar in "Schlüsselbereichen" wie Telekommunikation, Energie und Wasser investieren muss.
  
Unterstützung von Unternehmen
  
Die angolanische Regierung ermöglicht einen Kredit im Wert von 1,5 Milliarden Dollar um Kleinstunternehmen, sowie kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen. Ziel ist es, den Impuls der nationalen Wirtschaft zu fördern, die Wirtschaft zu diversifizieren, die nationale Produktion zu erhöhen, die Abhängigkeit von Investitionen zu mindern und nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.
    
Öl
   
Die größte Ölplattform der Welt, genannt "Pazflor", wird von der französischen Firma "Total" gefördert und wurde an der nördlichen Küste Angolas eingeweiht. Die Plattform hat die Kapazität, 220.000 Barrel Öl pro Tag für Block 17 zu produzieren. Die sambische Gesellschaft, die die Investition fördert, wird eine Öl-Pipeline bauen, die die zukünftige Raffinerie der Stadt Lobito mit der Hauptstadt Sambias verbinden soll.
   
Banken
    
Die Internationale Kreditbank (BIC) hat mit dem Kauf der portugiesischen Geschäftsbank (BPN) rund 220 Filialen übernommen. In Angola ist BIC die größte Privatbank mit 172 Filialen.
    
Versicherungen
     
Die Versicherungsaktivität in Angola hat sich in den letzten Jahren erweitert und auf die verschiedensten Segmente übergegriffen. Aguinaldo Jaime, der für eine Arbeitsgruppe verantwortlich ist und die Versicherungsaktivität untersucht, sagt, dass die Versicherungsaktivität die Produktivität steigert, die wirtschaftliche Aktivität erleichtert, erweitert und stabilisiert, und dem Versicherten, im Falle des Eintretens des Risikos, Schutz gewähren kann. Darüber hinaus "kann die Versicherung als Katalysator für Finanzierungen, Investitionen, Konsum und Exporte dienen".
  
Laut einer Studie von KPMG, wächst und beschleunigt sich der Versicherungsmarkt nachhaltig seit dessen Liberalisierung im Jahr 2000, mit der Erhöhung der Versicherungen im Land, während noch fünf weitere Genehmigungsverfahren eingereicht wurden.
   
Hafen
     
Ein große Werft, genannt Porto Amboim Marinewerften (Paenal), wird derzeit in der Stadt Porto Amboim (Cuanza Süd) gebaut. Die Konstruktion begann im Jahr 2007 durch ein Unternehmen, das mit Sonangol verbunden ist, einer Gesellschaft aus Singapur und einem anderen Unternehmen aus Süd-Korea, die mit jeweils 30% beteiligt sind und ist dazu bestimmt, die Erdölunternehmen, die im angolanischen Meer operieren, zu unterstützen.
    
Entwicklung von Luanda
    
Die Stadt Luanda hat einen Initiativplan mit wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, die die sanitäre Grundversorgung und Organisation der wirtschaftlichen Aktivität der Hauptstadt verbessern soll. Die vier Programme beziehen sich auf den Volksmarkt, Gesundheitsresorts, Gemeinschaftsküchen und ein Programm zur Unterstützung von kleinen Unternehmen.
    
Mit Angola zusammenarbeiten
    
Brasilien - Angola verhandelt einen neuen Kredit mit Brasilien, der für Infrastruktur-, Energie- und Industrieprojekten verwendet werden soll. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf einer wirtschaftlichen Ebene ist sehr dynamisch, wobei mehr als 66 brasilianische Unternehmen im angolanischen Markt investieren. Brasilien ist deshalb ein wichtiger Partner im Prozess des nationalen Wiederaufbaus von Angola.