Newsletter - Oktober 2012

Europäische Union - Angola

Die Europäische Union hat mit Angola ein neues Kooperationsabkommen, genannt "Gemeinsamer Weg EU - Angola", unterschrieben. Es handelt sich um ein weitreichendes Programm für die Zusammenarbeit in den Bereichen Frieden und Sicherheit, Wirtschaftswachstum, nachhaltige Entwicklung, gute Regierungspraktiken, Menschenrechte, Energie, Transporte, Umwelt, Wissenschaft, Technologie und Bildung.

Angola - Portugal

Die Wirtschaftsminister beider Länder haben über eine Kreditversicherung für die Exportoperationen zwischen portugiesischen und angolanischen Unternehmen, sowie auch über eine Kreditlinie mit niedrigen Zinsen für Unternehmen verhandelt.

Gas

Das Projekt Angola LNG wird als Katalysator für den Wiederaufbau und Wachstum Angolas funktionieren. Durch die Lockerung/Erleichterung/Förderung der wachsenden Produktion seiner reichlichen Öl-und Gasvorkommen verfügt das Land so über ausreichend Erdgas für industrielle Entwicklung, sauberen Kraftstoff und wertvolle Ausfuhrprodukte.

Währung

Die Nationalbank von Angola (BNA) hat neue Regeln bezüglich Währungsüberweisungen in andere Länder im Rahmen der Import-und Export-Operationen festgesetzt.
Außer der BNA sind mehrere Behörden an diesem Prozess beteiligt, namentlich der Zoll, die Ministerien für Wirtschaft und Handel, diverse Geschäftsbanken sowie Zollagenten.
Um die Anpassung des Systems an die neuen Regeln zu erleichtern, wurden zwei Computerprogramme benutzt: „External Commerce Integrated System“ und „Exchange Operations Integrated System“. Diese Programme fördern das Follow-up der Operationen und deren Austausch.

Industrielle MwSt.

Die industrielle Steuer wird möglicherweise während dieses Jahres von 35% auf 30% gesenkt, und eine weitere Senkung wird für Anfang 2013 erwartet. Um Investitionen in der angolanischen Wirtschaft zu fördern wird diese Steuer in den nächsten Jahren allmählich gesenkt.

Gesellschaften mit einem einzigen Gesellschafter

Das neue Gesetz für Gesellschaften mit einem einzigen Gesellschafter (Dekret vom 11. Juni 2012) beabsichtigt, diese Art von Unternehmen zu fördern.
Diese Ein-Mann Unternehmen haben den Vorteil, dass die Verantwortung auf den kommerziellen Vermögenswert des Unternehmens beschränkt ist und nicht auf das persönliche Vermögen der Person, die das Unternehmen verwaltet.
Dieses Gesetz regelt auch Produktionsvielfalt und dient dazu, Anreize und Vorteile für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen zu schaffen.
Ein weiteres Ziel ist die Förderung der Gründung von Unternehmen von Baufirmen und Dienstleistern, die individuell im angolanischen Markt arbeiten, um somit auch die Tertiarisierung der Wirtschaft auszubreiten.

Venture Capital Fond

Gem. dem Dekret Nr. 108/012 vom 7. Juni hat der „Active Venture Capital Found (AVCF)“ als Ziel die Unterstützung von Innovation wie auch das Unternehmertum für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU).
Außer anderen Vorteilen wird der Fond es ermöglichen, dass angolanische KKMU ihre Finanzierung durch kommerzielle Kredite mit einem geringeren Risiko erhalten und hierdurch die Darlehenskosten mindern.

Flughäfen

Der Catumbela (Benguela) Nationalflughafen, der 40 Minuten von Luanda entfernt ist, wurde eingeweiht / eröffnet.
Er hat eine Kapazität von 900 Passagieren pro Stunde und ist mit ausreichend Geräten ausgestattet, um gleichzeitig 6 große Flugzeuge
abzufertigen, was Schürzen und Fluggastbrücken angeht.

Wasserdämme

N'Goves Wasserkraft-Projekt ist bereits in Betrieb. Dadurch haben Städte wie Huambo, Caála und Cuito (BIÉ) nun ausreichend / genügend Energie,
um die Industrialisierungsprojekte umzusetzen und den industriellen Bereich / Park Huambo wieder zu dynamisieren, in Gang zu setzen.
Der Bau des Laúca Damms, ein neues Wasserkraftwerk, hat bereits in Nord Cuanza begonnen. Mit seiner Fertigstellung wird er der größte Staudamm Angolas sein (viermal größer als der Capanda Staudamm).

Bahn

Der kommerzielle Zug der Benguela Bahn, der seit 33 Jahren stillgelegt war, arbeitet / funktioniert jetzt wieder und ist bereits bis Luena (Moxico), nach einer zweitägigen Reise / Reise vom Hauptbahnhof Lobito, gekommen.
Das Ziel der Benguela Bahn ist es, Angola mit Sambia zu verbinden.
Der Erfolg des Plans des Transportministers, elektrische Züge zu benutzen, wird hauptsächlich von der Qualität der elektrischen Energie, die in Angola verfügbar ist, abhängen.

ZUCKER

Wenn die Fabriken, die in den Provinzen Zaire, Cunene, Süd Cuanza und Malanje aufgebaut werden sollen, anfangen zu funktionieren (innerhalb von fünf Jahren), ist es möglich, dass Angola die notwendigen Voraussetzungen als Zuckerexporteur erfüllt.
Die Regierung Angolas bekommt Unterstützung von japanischen Experten, mit denen Fähigkeits- und technische Studien entwickelt wurden, um Zuckerrohr in den oben genannten Provinzen anzubauen.
Es ist möglich, dass diese Projekte von Japan im industriellen und Südkorea im landwirtschaftlichen Teil finanziert werden.

Luanda-Bengo besondere Wirtschaftsregion

Die Luanda-Bengo-besondere Wirtschaftsregion befindet sich 30 km von Viana entfernt, hat eine Fläche von 8.300 Quadratkilometer und 20 Produktionseinheiten, die funktionieren.
In diesen Einheiten gibt es Anlagen zur Herstellung von Stahltürmen, elektrischen Kabeln und Leitungen, Stereoanlagen und Ausrüstungen, Glasfasern, PVC Rohre und große HDPE Rohre, Kunststoffverpackungen, Ausrüstungen für Geflügelfarmen, Decken und Bettwäsche, Teigwaren, Schuhe, physiologische Kochsalzlösung, Krankenhausbedarf, ein Medikamenten-Labor, sowie wirtschaftliche und Berufsausbildung. Es wird erwartet, dass bis Anfang 2016 weitere 26 industrielle Einheiten in dieser Sonderregion sein werden.
Diese Region, die von der Sonangol Industrial Investments (Tochtergesellschaft von Sonangol) verwaltet wird, soll einen Trockenhafen haben, der hauptsächlich für importierte Rohstoffe und Ausrüstungen gedacht ist. Diese Materialien und Ausrüstungen sind für die Herstellung von Gütern und für das Funktionieren der Fabriken bestimmt, und sollen dort Zollabfertigung erhalten.
Die Region ist speziell für die Produktion und den Export entwickelt, aber in einem Anfangsstadium wird sie den inländischen Verbrauch besonders in Betracht ziehen angesichts der Bedürfnisse des nationalen Marktes.

In Zusammenarbeit mit Angola
Brasilien

In Angola etablierte, brasilianische Unternehmer haben den Vorteil eines Wirtschaftvereins zur Verfügung und haben eine stärkere Präsenz in den Bereichen Bau, Immobilienmarkt, Gesundheit, Bildung, allgemeinem Handel, Ausrüstungen und Maschinen, Nahrungsmittel und Beratung.
Der erste Gipfel für angolanische und brasilianische Möbelhersteller hat am 1. Juni in Luanda stattgefunden.

China

Der Unternehmer-Gipfel für die Wirtschafts-und handelspolitische Zusammenarbeit zwischen China und Portugiesisch sprachigen Ländern (PSC) hat in diesem Jahr am 19. Juli auf der Salzinsel (Kap Verde) stattgefunden.
Etwa 259 000 Chinesen leben z.Zt. in Angola, von denen 258 000 Arbeitsvisa / Arbeitserlaubnis haben.
Die angolanische Botschaft stellt mehr als 200 Visa/Genehmigungen pro Tag für chinesische Bürger aus, die nach Angola aus verschiedenen Gründen kommen.
China hat eine Kreditlinie im Wert von einer Billion Dollar für Projekte in Portugiesisch sprachigen Ländern geschaffen.