Newsletter - September 2012

Angolanische Wirtschaft

Nach dem gemeinsamen Bericht der afrikanischen Entwicklungsbank (BAD), der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (UNECA), OECD und dem UNDP, wird eine Wachstumsrate von etwa 8,2% für die angolanische Wirtschaft vorhergesehen. Diese Zahlen werden von der Rückeroberung der Öl-Produktionen unterstützt. Der Bericht sieht einen Rückgang der Inflation von 13,5% auf 10% und auf nur eine Ziffer im nächsten Jahr vor.
Auch sieht der FMI für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 10,38%, dank des Wachstums der Erdölnachfrage und der Programme für öffentliche Investitionen, vorher.
Die angolanische Regierung ist optimistischer und erwartet, dass die Wirtschaft ungefähr 12,8% wächst, aufgrund der Möglichkeiten in allen Tätigkeitsbereichen. Training ist einer der zehn vorrangigen Bereiche, die die Wirtschaft fördern und stärken soll.

Zur Diversifizierung/Vervielfältigung der Wirtschaft

Laut einer Studie des Zentrums für wissenschaftliche Untersuchung der Katholischen Universität von Angola wird das Land bis zum Jahr 2025 eine wirtschaftliche Struktur haben, die vom Erdöl unabhängiger ist; aus diesem Grund wird ein finanzieller Aufwand zur Diversifizierung der Wirtschaft notwendig sein.
Gemäß der Studie sind die wichtigsten Sektoren bei der Diversifizierung Landwirtschaft, Wälder und Aufforsten, sowie Fischerei, mit 16,5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), verarbeitende Industrie, Bau und Energie, mit 37,5% des BIP, Handel, Transport, Verpflegung, Versicherungen und Telekommunikation mit 24,5% des BIP, und die Ölförderung, mit 18,7%.
Die durchschnittliche Wachstumsrate des BIP, gem. dieser Studie, beträgt etwa 9,5% pro Jahr.

Private Investitionen

Die Nationale Agentur für private Investitionen (ANIP) hat Investitionsverträge im Baugewerbe, Landwirtschaft, Handel, Dienstleistungen und Hotelsektor formalisiert und unterschrieben. Diese Sektoren haben einen Semesterrekordwert im Wert von 100 Milliarden Kwanzas (ein Dollar entspricht 95.589 Kwanzas) erreicht.

Textilindustrie

Nach einer Erholungszeit soll die Kleidungsanlage - Textang II - in Luanda, die seit mehr als zwei Jahrzehnten geschlossen ist, im Januar 2013 die Tests mit echten Rohstoffen beginnen.
Die Afrika-Textil in Benguela, die die größte Kleidungseinheit ist, und die Satec in Nord-Cuanza, werden ebenfalls saniert, was innerhalb einer Frist zwischen ein halb und zwei Jahren beendet werden soll.

Landwirtschaft

Der Ausbau und Anbau eines Reisprojektes wird in den nächsten fünf Jahren in den Provinzen von Bié und Huambo von einer japanischen Zusammenarbeitsinstitution verwirklicht.
Mit Finanzierung der Development Bank of Angola (BDA), im Rahmen des Projektes "Lands of the Future", wurden mehr als 26 landwirtschaftliche Betriebe mit Flächen von 250 Hektar in der Stadt Quibala (Cuanza Süd) jungen Bauern, die in Produktionstechniken und landwirtschaftlicher Bewirtschaftung ausgebildet sind, übertragen.

Handel

Gem. einer Analyse der Bank Espirito Santo (BES) werden die öffentlichen Investitionen in Kleinläden, Stadtmärkten und Logistikzentren rund 1,8 Milliarden Dollar betragen und 205,8 tausend Arbeitsplätze schaffen. Diese Analyse zeigt an, dass der Handelsbereich einer der vielversprechendsten Bereiche der angolanischen Wirtschaft sein wird.
Die Wiederaufnahme des Presild - Programm zur Umstrukturierung des Logistik- und Verteilungssystems von wesentlichen Erzeugnissen für die Bevölkerung - wurde mit der Wiederöffnung der Supermärkte NOSSO SUPER im ganzen Land eingeleitet. Dies wird den nationalen Produkten Vorrang geben, und somit den kommunalen Unternehmen erlauben, die langen Wege beim Einkauf einheimischer Produkte, zu verkürzen.

Banken

Die Deutsche Bank von Spanien hat der angolanischen Bank BPC - Banco de Poupança e Crédito eine Finanzierungslinie von 50 Millionen Dollar gewährt, die für öffentliche und private Projekte für die Entwicklung der angolanischen Wirtschaft bestimmt ist. Die Vereinbarung beläuft sich auf eine Finanzierung von 3,5 Milliarden Dollar, die die Konkretisierung von Projekten in den Bereichen Bau, Infrastruktur, Agro-Industrie, Gesundheit und Kommunikation gewährleisten soll.

Institutionelle Kapazitäten

Die Verstärkung der institutionellen Kapazitäten des Staates ist eine Sorge der angolanischen Regierung, die sich auf den Handel ausweitet, wo ein besseres Management des Segments hinsichtlich des Handelsektors, mit der Einweihung des
integrierten Systems von Informationen des Wirtschaftsministeriums - SIMINCO – ermöglicht wird. Es handelt sich um ein Computer-System mit modernen Technologien, und soll das wichtigste Instrument für die Erfüllung des Gesetzes der wirtschaftlichen Tätigkeiten (Gesetz Nr. 1/07 und Präsidentdekret Nr. º 265/10) sein, das die Verwaltungsverfahren für den Import, Export und Re-Export von Waren definiert.

Gesundheit

Das Krankenhaus Huambo braucht 108 Ärzte mit diversen Spezialitäten in Anbetracht der Patienten, die täglich zur größten Krankenhauseinheit der Region strömen.
50 Krankenschwestern mit diversen Spezialitäten für eine bessere Hilfe der im Tagesdurchschnitt 500/600 Patienten sind ebenfalls erforderlich.
Das Krankenhaus hat z. Zt. 81 Ärzte mit verschiedenen Staatsangehörigkeiten und 433 Krankenschwestern.

Eisenbahn

Nach etwa dreißig Jahren Unterbrechung ist die Passagier- und Fracht-Gütereisenbahn von Benguela zur Gemeinde Cuito (Bié) zurückgekehrt.
Die Fortsetzung der Wiederherstellung der Eisenbahnlinie wird es ermöglichen, noch in diesem Jahr die Grenze zu Sambia zu erreichen. Das Funktionieren des Zuges zur südlichen Region ist sehr wichtig und ermöglicht die Partner-wirtschaftliche Entwicklung der Nachbarländer Angolas.

Die Entwicklung in Huila

Einige Fabriken werden in der industriellen Region Matalas saniert, wo auch eine Einheit der Transformation von Tomaten und Mahlungen von Maismehl und Weizen funktioniert. Es handelt sich um private Investitionen, die den Anstieg der landwirtschaftlichen Produktion stimulieren soll.
Die industrielle Region Matala hat mehr als sechs Produktionsstätten und sieht den Bau von solchen, die mit der Umwandlung von Früchten verbunden sind, vor.

Handelsbeziehungen

In den ersten vier Monaten des Jahres 2012 betrugen portugiesische Exporte nach Angola einen Wert von € 819.894, mehr als 29,31% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2011.
Portugiesische Importe aus Angola haben einen Wert von € 575.902 erreicht, mehr als 176,71%, im Vergleich zu den ersten vier Monaten des Jahres 2011.

IPAD Angola

Die vierte Ausgabe des IPAD Angola – „Infrastructure Partnership for African Development“ – hat am 3. und 5. Juli 2012 in Luanda im Hotel Epic Sana stattgefunden. IPAD Angola ist eine internationale Veranstaltung mit der Absicht,
Geschäftsbeziehungen zwischen öffentlichen und privaten Investoren zu fördern, um Partnerschaften, die zur Entwicklung von Angola beitragen könnten, zu bilden.

Um mit Angola zusammenzuarbeiten

Argentinien - Die Präsidentin von Argentinien, die vom Präsident von Angola eingeladen wurde, hat Angola im Monat Mai besucht und einen Stand mit argentinischen Produkten von mehr als 400 Geschäftsleuten jenes Landes in der Filda eröffnet.
Mit der Eröffnung einer Kreditlinie von 100 Millionen Dollar wird dazu beigetragen, die Entwicklung von Angola zu unterstützen, vor allem in der Landwirtschaft und Industrie, sowie Partnerschaften zwischen Unternehmern beider Länder, besonders in der Lebensmittel-Branche, zu fördern. Argentinien beabsichtigt, das Gas des angolanischen LNG-Projekts zu kaufen.