Historie des Büros

Mit dem Ende des rund dreißigjährigen Bürgerkrieges in Angola im Jahr 2002 ist auch das Interesse ausländischer Investoren in dem südwestafrikanischen Land Angola rasant gewachsen. Das Wachstum Angolas basiert vor allem auf dem Export von Erdöl und Diamanten.
    
Am 27. Februar 2009 fand das 2. Deutsch-Angolanische Wirtschaftsforum beim Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin statt. Die  Konferenz konnte Angolas Staatspräsidenten José Eduardo dos Santos und den damaligen Bundeswirtschaftsminister zu ihren prominentesten Teilnehmern zählen. Neben der Unterzeichnung einer bilateralen Wirtschaftspartnerschaft wurde während des Forums auch die Eröffnung einer Repräsentanz der deutschen Wirtschaft und eines Goethe Instituts in Luanda beschlossen.
     
"Neue Partnerschaften auf Augenhöhe" sah Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK, als vorrangiges Ziel des 2. Deutsch-Angolanischen Wirtschaftsforums. In seiner Rede vor mehr als 250 Unternehmern aus Deutschland und Angola betonte Wansleben  in Berlin: "Eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist langfristig nur durch Vermittlung von Fachwissen und einen gleichberechtigten Umgang miteinander möglich."
   
Das Interesse der deutschen Wirtschaft an Angola sei kein Zufall, unterstrich der DIHK-Hauptgeschäftsführer in seiner Begrüßung des angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos: "Es ist Ihnen in den letzten Jahren gelungen, die Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen in Ihrem Land signifikant zu verbessern. Das bietet uns die Chance, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen deutlich auszubauen."
  
Im bilateralen Handel mit Deutschland beeindrucke die Geschwindigkeit, mit der sich Angola zum drittwichtigsten Partner der Bundesrepublik in Afrika südlich der Sahara entwickelte, so Wansleben weiter. Deutsche Unternehmen seien insbesondere in den Bereichen Energie und Bergbau sowie Verkehrsinfrastruktur engagiert.
    
Auf der Pressekonferenz am 27.Februar äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Worten: „Ich glaube, wir haben hier eine Situation, bei der beide Seiten gewinnen können - einerseits Angola, das ein Interesse daran hat, seine Wirtschaftsbeziehungen zu diversifizieren, also nicht nur von den Bodenschätzen abzuhängen, die Angola erfreulicherweise besitzt, und andererseits Deutschland, das natürlich ein Interesse daran hat, mit einem rohstoffreichen Land intensive Beziehungen aufzubauen.“
   
Seit März 2010 ist Ricardo Gerigk als offizieller Leiter der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Luanda tätig. Er agiert als Ansprechpartner für deutsche Unternehmen, die sich für das Umfeld von Handel und Investitionen in Angola interessieren. Er soll aber auch Anlaufstelle für angolanische Unternehmen sein, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind. Am 30 Juni 2010 wurde das Delegiertenbüro vom StS. Dr. Bernd Pfaffenbach offiziell eingeweiht.